Tiroler Oberland,
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Omas Lieblingsfrühlingsrezept: Bärlauch

Bärlauch – Dein Vitaminspender im Frühling

Aber was ist Bärlauch eigentlich genau?
Stell dir doch mal vor. . .
Der Frühling hält langsam Einzug und Du unternimmst einen gemütlichen Waldspaziergang allein oder mit Deiner Familie. Die Natur, die Stille, das Vogelgezwitscher und die angenehm frische Luft - STOP - was riecht denn hier so nach Knoblauch? Immer der Nase nach folgst du dem dezenten Knoblauchgeruch, bis du endlich fündig geworden bist. Aber das sind doch Maiglöckchen? Nein, da liegst du falsch. Achtung: Verwechslungsgefahr, denn genau das ist Bärlauch. Die giftigen Maiglöckchen, Herbstzeitlose & Aronstab sehen zwar dem Bärlauch sehr ähnlich, sind jedoch giftig!  In großen Teppichen breitet sich der Bärlauch um die Frühlingszeit in den schattigen Plätzchen der Wälder aus und kann anschließend in den Monaten April & Mai gesammelt werden. Hier ist jedoch auch Vorsicht geboten, denn gerne wachsen Maiglöckchen auch zwischen den Bärlauchteppichen.

Kein Wunder, dass Bärlauch in der Küche immer mehr Popularität gewinnt, denn schlussendlich schmeckt er nicht nur echt lecker, Bärlauch ist auch richtig gesund!

Durch den ähnlichen Geruch wird der Bärlauch auch „der Bruder des Knoblauchs“ genannt, aber auch durch seine Wirkung, sind sich die beiden Gewächse sehr ähnlich. Wer des Öfteren unter Bluthochdruck, Kopfschmerzen & kalten Gliedmaßen leidet, kann mit Bärlauch dagegen ankämpfen. Außerdem stärkt Bärlauch auch die Verdauung und beugt daher einer Leistungsschwäche & der Frühjahrsmüdigkeit entgegen.

In der Küche ist Bärlauch sehr vielseitig einsetzbar. Vorwiegend werden jedoch nur die Blätter verwendet. Gerne kann er im Frühjahr auch Zwiebel, Knoblauch sowie Schnittlauch ersetzen. Ob als Gewürz, für Dips, als Kräuterbutter, in der Suppe, als Brot oder als klassische Hauptspeise, der Bärlauch findet überall Verwendung.

Zwei richtig „gschmackige“ Rezepte mit Bärlauch:
Nachbacken/-kochen und Eure Erfahrungen/Impressionen via Instagram oder Facebook mit uns teilen. Mit etwas Glück reposten wir Eure Bilder!

Bärlauchschnecke: (Circa 10 bis 12 Scheiben)

Zutaten:

Teig:

  • 500 g Dinkelmehl
  • 10 g Salz
  • 10 g frische Germ
  • 15 g zimmerwarme Butter
  • 140 g lauwarme Milch
  • 160 g lauwarmes Wasser

 

Bärlauchfülle:

  • 50 g Bärlauch
  • 40 g Olivenöl
  • Salz & Pfeffer zum würzen

 

Zubereitung:

  • Aus oben angegebenen Zutaten (Teig) einen Germteig herstellen.
  • Germteig circa 20 Minuten an einem warmen Plätzchen & unter einem feuchten Tuch gehen lassen
  • Währenddessen den Bärlauch fein schneiden, mit dem Olivenöl vermengen und je nach Geschmack würzen
  • Den Teig nach dem „rasten lassen“ zu einem Rechteck ausrollen (circa 25 x 30). Mit der Bärlauchfülle bestreichen und in Längsrichtung aufrollen und die Rolle anschließend zu einer Schnecke eindrehen
  • Backofen auf 210°C (feuchte) Heißluft vorheizen.
  • Währenddessen die Schnecke auf ein Backblech geben und nochmals circa 15 Minuten gehen lassen.
  • Schnecke anschließend circa 30 bis 40 Minuten backen.

 

Würzige Bärlauch-Kaspressknödel (Circa 10-12 Knödel)

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • 500 g Weißbrot
  • 4 Eier
  • Circa 300 ml Milch
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g würzigen Käse
  • 1 “ordentliche” Handvoll Bärlauch
  • Butterschmalz

 

Zubereitung:

  • Zwiebel schälen & fein schneiden.
  • Weißbrot in Würfel schneiden & in eine große Schüssel geben.
  • Bärlauch unter fließendem Wasser waschen, trocknen & in dünne Streifen schneiden.
  • Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen & die geschnittene Zwiebel darin anrösten.
  • Milch mit den Eiern verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen & über die Weißbrotwürfel gießen.
  • Zwiebel und Bärlauch hinzufügen und für ungefähr 10 Minuten ziehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Käse reiben und diesen anschließend unter die Weißbrotmasse mischen.
  • Hände befeuchten und aus der Masse kleine Knöderln formen. Knödel etwas flach drücken.
  • Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen, Bärlauch-Kaspressknödel einlegen & bei niedriger Temperatur goldgelb backen.

 

Quellen:

 

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