Hoch über Tösens, im Platzer Tal und im Berglertal, schürfte man bis in jüngste Zeit nach Bleiglanz, Zinkblende, Fahlerz und Kupferkies.
Es waren die bedeutendsten Erzvorkommen im Bezirk Landeck. Der Abbau erfolgte in 2500 bis 3000 Meter Höhe. Der Bergbau wurde bereits 1539 einer Gewerkschaft verliehen. Von 1610 bis 1858, fast 250 Jahre, ruhte der Bergbau, und die von Eis und Schnee verschüttete Lagerstätten waren fast vergessen. Daher musste 1910 der Betrieb eingestellt werden und die teuren Anlagen waren dem Verfall preisgegeben. 1950 wurden die Stollen von der Bleiberger Bergwerksunion provisorisch instandgesetzt.
Die geplante Wiederbelebung der Erzgewinnung wurde vereitelt durch das Sinken der Bleipreise auf dem Weltmarkt. Seitdem verfallen die Bergwerksanlagen, die Knappenunterkünfte hoch über der Platzer Alm und die Erzaufbereitung unterhalb der Alm zusehends.
Die ruinösen Anlagen stehen unter Denkmalschutz und sollen in nächster Zeit gesichert werden.