Am Ende des Kaunertals befindet sich auf 1.660 m Seehöhe der ca. 6 Kilometer lange Mandarfenboden. Er bot günstige natürliche Voraussetzungen für den Bau des großen Speichers Gepatsch, der zu einem beachtlichen Teil aus Schmelzwässern der vergletscherten Gebirgswelt des Kauntertales gespeist wird. Das Einzugsgebiet des Speichers Gepatsch wurde durch Bachüberleitungen aus dem benachbarten Pitz- und Radurschltal auf 279 Quadratkilometer ausgeweitet.
Bei seiner Fertigstellung war der Gepatschdamm der zehnthöchste Schüttdamm der Welt, heute ist er noch immer der höchste geschüttete Damm Österreichs. Seine Dammkrone ist 600 Meter lang, die größte Höhe über der Gründungssohle beträgt 153 Meter.
Das Kraftwerk Kaunertal zählt zu den größten Speicherkraftwerken Österreichs. Es wurde 1961 bis 1964 errichtet und nutzt das rund 900 Meter hohe Gefälle zwischen dem hinteren Kaunertal und dem Inntal bei Prutz