Tiroler Oberland
 
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Altfinstermünz

Am Sperrfort Nauders beginnt die Straße der Vergangenheit!

Altfinstermünz
Altfinstermünz ist von verschiedenen Seiten zu errreichen, ein Weg führt vom Unterengadin ins Obere Gericht, ein zweiter Weg führte schon zur Römerzeit nach Altfinstermünz, die Via Claudia Augusta.
Vom 9. bis 11. Jh. war Altfinstermünz die Gerichts- oder Mallstätte für die Region Unterengadin, Nauders und Pfunds. Im Jahre 1078 ließ Herzog Welf im Kriegszug gegen die Bischöfe von Chur in der „Clusa“ (Enge von Altfinstermünz) eine Besatzung zurück. Im Jahr 1159 wurde Altfinstermünz das erste Mal urkundlich erwähnt, als „Vinestana silva“, was übersetzt soviel wie „Wald von Finstermünz“ bedeutet. Das Wort Finstermünz kommt vom indogerm “mintsja“ was übersetzt bedrohlich emporragender Fels heißt.

Im Jahre 1300 wurden nachweislich Maut und Zoll eingehoben. Die ältesten Zolltarife sind von 1534 überliefert. Die ersten Befestigungsbauten wurden ab 1472 errichtet, wie zum Beispiel der Brückenturm im Inn und Siegmundsegg, um sich vor Einfällen aus dem Engadin zu schützen. 1499 war es das Bollwerk im Engadinerkrieg. 1502 bis 1537 wurde der mächtige Torturm errichtet, die Durchfahrt wurde mit Pechnasen und Wehrplatte gesichert. Die neue Kapelle Mariä Himmelfahrt wurde 1605 gebaut und geweiht. Ab 1652 war Finstermünz die Grenze zwischen Tirol und Graubünden.
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